Posted by on Aug 14, 2014 in Blog | No Comments
Stephan Spender Preis für die Übersetzung von Lyrik

Der „The Times Stephen Spender Preis“ für die Übersetzung von Lyrik ist ein jährlicher Preis, der 2004 etabliert wurde.

Wir bei Bookworm Translations verfügen über das Fachwissen im Bereich der Lyrik-Übersetzung und einige unserer Kunden und Schlüsselkontakte der Branche spezialisieren sich auf diesen Bereich der Übersetzung. Der Annahmeschluss für diesen Wettbewerb ist der 24. Mai und wir dachten uns, dass es besonders aktuell wäre, hier diesen Preis und die Übersetzung von Lyrik generell zu diskutieren. Falls einige unserer talentierten Übersetzer dieses Jahr an dem Wettbewerb teilnehmen sollten, lasst es und bitte wissen!

Die Übersetzung von Lyrik ist eine einzigartige Sonderform der literarischen Übersetzung, bei der es nicht nur darauf ankommt, die Bedeutung des Ausgangstexts zu vermitteln, sondern auch die Absichten des Dichters bezüglich des Reimschemas und der Form des Gedichts. Unsere Lyrik-Übersetzer hier bei Bookworm Translations sind in ihrem Tätigkeitsfeld ganz oben auf der Liste und arbeiten sehr eng mit unseren Kunden zusammen, um deren Wünsche von Anfang an klar umzusetzen, sodass die endgültige Übersetzung das Originalgedicht erfolgreich vermittelt.

Es gibt keine Zugangsbedingungen hinsichtlich der Qualifikationen für den Stephen Spender Preis. Alle Übersetzer müssen einen Kommentar (300 Worte) mit ihrem Anmeldeformular abgeben, in welchem sie die Entscheidungen erläutern, die sie bei der Übersetzung getroffen haben. Des Weiteren sollten sie erklären, wie die endgültige Übersetzung den Stil und Klang des Originals vermittelt. Es gibt drei Zugangskategorien: Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren, Jugendliche im Alter von 14 bis 18 und Erwachsene.

Die Gewinner der Kategorie der Erwachsenen oder der „offenen“ Kategorie des Jahres 2012 sind hier aufgelistet:

Erster Platz: Kaarina Hollo, Stillborn 1943: Calling Limbo von Derry O’Sullivan (Irisch)

Zweiter Platz: Patricia Hann, The Sunflower von Eugenio Montale (Italiensich)

Dritter Platz: Jane Tozer, The Gibbet von François Villon (Französisch)

http://www.stephen-spender.org/2012_prize/2012_winners.html

Die vollständigen Ausgangs- und Zieltexte der gewonnen habenden und in die engere Auswahl gekommenen Gedichte vorangegangener Jahre, sowie die Kommentare der Übersetzer und die Notizen der Jury, können durch das Klicken auf den obigen Link gelesen werden.

Die gewinnenden Gedichte waren von unterschiedlicher Länge, aus unterschiedlichen Epochen und einer breiten Vielfalt an Sprachen. Aus diesem Grund überrascht es wohl kaum, dass wir hier bei Bookworm Translations uns ganz besonders für diesen Wettbewerb interessieren. Das folgende Gedicht gewann 2012 den zweiten Platz. Es ist Patricia Hanns wunderschöne Übersetzung eines italienischen Gedichts von Eugenio Montale.

Bei einer so breiten Anzahl von Gedichten, verschiedenen Stilen und Sprachen wird häufig die Frage gestellt, wie denn der Gewinner ausgewählt wird. Susan Bassnett, eines der Jurymitglieder von 2012, gab uns diesen interessanten Einblick über die Wahl der Gewinner.

Die Frage nach dem Auswahlverfahren der Gewinner wird häufig gestellt. Aber es gibt keine einfach Antwort, da viele verschiedene Kriterien eine Rolle spielen: sehr wichtig ist natürlich, wie das Gedicht in der englischen Sprache wirkt, zusammen mit den Strategien, die von den Übersetzern bei der Übertragung des Gedichts angewandt werden. Außerdem berücksichtigen wir die Schwierigkeiten, mit denen die Übersetzer konfrontiert sind, was aber nicht bedeutet, dass das Gedicht, je schwieriger es ist, auch gewinnt, sondern viel mehr, dass es oft der Fall ist, dass der Übersetzer sehr hart gearbeitet hat, um kreative Lösungen zu finden. Es war sehr interessant zu sehen, wie dieses Jahr viele unglaublich komplexe Gedichte in allen Kategorien eingereicht wurden. Außerdem war es bemerkenswert, wie viele der Kommentare von persönlichen Begegnungen mit Dichtern und Gedichten erzählten, die oft durch die Lesung eines Dichters bei einem Literaturfestival oder durch die Auseinandersetzung mit einem Gedicht, verknüpft mit besonderen Erinnerungen, inspiriert worden ist.“

http://www.stephen-spender.org/2012_prize/2012_judges_comments.html

Was denken Sie über Susans Kommentar? Für diejenigen unter Ihnen, die selbst mit Lyrikübersetzungen zu tun haben: wurden Sie schon einmal durch die Lesung eines Gedichts bei einem Literaturfestival inspiriert? Wir würden uns über Ihre Meinungen und Geschichten zu diesem Thema sehr freuen!

Wir hoffen, dass diese Eindrücke für alle, die sich für den Stephen Spender Preis und für Lyrikübersetzung interessieren, eine Anregung waren. Wir freuen uns schon, die Siegergedichte vom diesjährigen Wettbewerb zu lesen und wünschen allen teilnehmenden Übersetzern viel Glück!

 

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